
Wachstumshormone
Das macht IGF1
IGF1 ist eines unserer wichtigsten Wachstumshormone und wird auch als «Balsam für unsere Zellen» bezeichnet. Erfahre, wie es deine Knochendichte, Muskelkraft und sogar die Herzregeneration unterstützt.

Wachstumshormone
IGF1 ist eines unserer wichtigsten Wachstumshormone und wird auch als «Balsam für unsere Zellen» bezeichnet. Erfahre, wie es deine Knochendichte, Muskelkraft und sogar die Herzregeneration unterstützt.
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IGF1 bedeutet Insulin-like Growth Factor 1 (dt. Insulin-ähnlicher Wachstumsfaktor). Insulin-ähnlich deshalb, da sich Wirkungen von IGF1 und Insulin in den Geweben überschneiden.
Sogar ihre Rezeptoren sind so ähnlich, dass IGF1 auch an den Insulinrezeptor binden könnte und umgekehrt. Auch Insulin ist daher nicht «böse», wie häufig angenommen, sondern im physiologischen Rahmen – wie alles andere im Körper – eigentlich gesundmachend.
IGF1 aktiviert zellerhaltende, wachstumsfördernde Signalwege in den Geweben. Auf diese Weise...
Gar nicht so unwichtig also, nicht wahr?!
Es gibt prinzipiell zwei Faktoren, von denen die IGF1-Konzentration im Blut massgeblich abhängt. Das ist zum einen der nächtliche Schlaf – und zum anderen die Proteinmenge in der Nahrung.
Nachts wird aus der Hypophyse im Tiefschlaf ein anderes Wachstumshormon freigesetzt, das Human Growth Hormone, kurz: HGH oder Somatropin. Es ist dafür verantwortlich, dass wir uns morgens erholt, ausgeruht und «wieder zusammengeflickt» fühlen. Aha!
Doch eine der Hauptaufgaben von HGH wirkt auch etwas länger nach: Es stimuliert in der Leber die Bildung von IGF1 – erholsamer Schlaf wirkt also nicht nur akut, sondern fördert so auch nachhaltig «mehr Balsam für die Gewebe».
Übrigens beides Gründe, warum in Verjüngungskliniken bis heute HGH gespritzt wird...
Wie erwähnt ist seit Jahrzehnten bekannt, dass auch Proteine die IGF1-Spiegel positiv beeinflussen. Daher gilt: Eine gute Versorgung mit Eiweiss ist eine Grundvoraussetzung dafür, genug IGF1 im Blut zu haben.
Natürlich sollte alles Mass haben. Das ist in unserer westlichen Gesellschaft leider nicht immer selbstverständlich. Wo Gott nämlich Hormondrüsen erfunden hat, hat er Rezeptoren erfunden, mit Hilfe derer die Gewebe diese Hormone auch «schlucken» können.
Kennen wir vom Insulin: Insulin ist wichtig und gesundmachend. Ein chronisches Insulinhoch, verursacht dadurch, dass die Gewebe es nicht mehr aufnehmen (Insulinresistenz), ist krankmachend.
Genau deshalb gehört zur Gleichung nicht nur die erhöhte IGF1-Produktion, sondern auch die -Abnahme. Also durch einen Abnehmer. Das ist in der Regel der Hauptverbraucher, nämlich der Muskel. Auch der Herzmuskel.
Sowohl der Muskel als auch der Herzmuskel bilden deutlich mehr IGF1-Rezeptoren, wenn man sie stark belastet. Das ist auch logisch: Ein stark belasteter Muskel muss immer wieder regeneriert und neu aufgebaut werden.
Und dann geschehen Wunder. So eins hat ein promovierter Sportwissenschaftler erfahren, der nach einem durch eine Thrombose verursachten Herzinfarkt ca. 16 % des gesunden Herzgewebes durch Vernarbung verloren hat. (vgl. [Quelle nicht mehr verfügbar])
Der hat sich aber nicht aufgegeben, sondern stattdessen sportlich intensiv belastet. Durch hochintensives Intervalltraining (HIIT) auf dem Velo-Ergometer. Angefangen auf einem Trainingslevel, das dem eines Beginners gleicht.
Nach etwa drei Monaten schon konnte der Gewebeschaden am Herzen um rund 40 % verringert werden – es hat sich neues, gesundes, also kontraktiles Herzgewebe gebildet.
Heute weiss man nämlich, dass das «Herz auf eine erhöhte Arbeitsbelastung mit physiologischer Hypertrophie, kardialer Stammzellaktivierung und der Bildung neuer Muskelzellen reagiert». Bahnbrechend. (vgl. [Quelle nicht mehr verfügbar], [Quelle nicht mehr verfügbar])
Denn bisher ging man davon aus, dass sich die faulen Stammzellen im Herzen gar nicht mobilisieren lassen. Mittlerweile weiss man jedoch, dass intensiver Sport die Bildung neuer Herzzellen drastisch steigert.
Durch eine erhöhte IGF1-Wirkung.
Mehr dazu auch im verlinkten Instagrambeitrag am Ende dieses Newsletters.
Ist das nicht sensationell? Hier wird abermals gezeigt, dass diejenigen, die sich etwas Mühe geben, belohnt werden. Wer will, der bekommt.
Anfangen könnte man ja damit, dass man etwas über hochwertiges Protein lernt. Das war Thema unseres aktuellen Artikels.