
Ernährung
Menschen sind Fleischfresser
Sind Menschen genetisch als Fleischfresser angelegt? Eine aktuelle Studie deutet auf jahrmillionenlange evolutive Anpassung an tierische Nahrung hin – und die Hadza bestätigen es täglich.

Ernährung
Sind Menschen genetisch als Fleischfresser angelegt? Eine aktuelle Studie deutet auf jahrmillionenlange evolutive Anpassung an tierische Nahrung hin – und die Hadza bestätigen es täglich.
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Zum heutigen Thema: Bis heute beschäftigt viele Menschen die spannende Frage, an welche Art der Ernährung «wir Menschen» genetisch angepasst sind.
Nun ja: Eine absolut richtige Antwort darauf wird man schon alleine deshalb nicht finden, weil es eben … Afrikaner, Europäer, Asiaten, Inuit, Aborigines, Südamerikaner und viele weitere Ethnien in vielen verschiedenen ökologischen Nischen dieser Welt gibt. Es gibt also nicht «den» Gen-Menschen. Nichtsdestotrotz gibt es freilich eine genetische Basis der Menschen, die über Jahrmillionen evolutiv geformt wurde.
Auskunft darüber, wie der Stoffwechsel mit Blick auf Ernährung lange Zeit geformt wurde, geben nicht nur eine riesige Zahl an Studien (z. B. hier), sondern auch «Ur-Menschen» selbst. Fragt man nämlich Hadza, das sind Menschen mit den «ältesten» Menschen-Genen, was «die wichtigste Sache im Leben ist», antworten die plump mit «Fleisch – Fleisch und Honig» Und: «Jagen: Paviane, Antilopen, Zebras». Viele Menschen vor uns dürften den Sinn des Lebens darin gesehen haben, irgendwie an Fleisch zu kommen. Die Hadza meinen dazu: «Wir brauchen Fleisch um glücklich zu sein».
Wohlgemerkt: Ein Mensch muss in der Wildbahn tatsächlich Fleisch essen (z. B. B12-Bedarf), um überhaupt zu überleben.
Eine aktuelle Studie vom mittlerweile prominenten Miki Ben-Dor (den haben wir auch schon vor sechs Jahren in unserem Buch genannt), der seit Jahren über die Ernährung unserer Vorfahren publiziert, legt nun eine Reihe von «Beweisen» dar, warum der Mensch genetisch betrachtet eher ein Karnivore, sprich ein Fleischfresser ist. «Was erlaube Ben-Dor?» werden sich Veganer an dieser Stelle fragen.
Hier mal ein Auszug (ausführliche Ausführung in der Studie):
Die Autoren nennen darüber hinaus neuere Anpassungen an eine vermehrte Pflanzenkost und vermerken, dass der Mensch wohl quasi über seine komplette Entwicklungszeit in den letzten zwei bis drei Millionen Jahren ein «Fleischfresser» war – allerdings zeigen sich junge Anpassungen an eine Pflanzenkost, die lt. Autoren nicht ausreichen, um optimal daran adaptiert zu sein.
Wie dem auch sei: Man muss nur mal die Augen schliessen und sich vorstellen, wie ein Mensch nach dem letzten glazialen Maximum vor 20'000 Jahren Europa (re-)besiedelte und was er da in der Wildbahn wohl so gegessen hat – Tipp: Brötchen und Nudeln eher nicht. «Veganes Erbsenprotein» auch eher nicht. Und besonders stärkehaltiges Wurzelgemüse – also die Kartoffel – gab es auch nicht.
Drum bleibt's wie immer dabei: Probieren geht über Studieren ;-)