
Ernährung
Die einfachste Ernährungsformel
Wenn wir Getreide und Milchprodukte weglassen und uns wie unsere Vorfahren ernähren, könnte dies die einfachste Formel für bessere Gesundheit sein.

Ernährung
Wenn wir Getreide und Milchprodukte weglassen und uns wie unsere Vorfahren ernähren, könnte dies die einfachste Formel für bessere Gesundheit sein.
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Jedes Jahr aufs Neue um diese Zeit erinnern wir in diesem Newsletter daran, worauf es bei der Ernährung ankommt. Das ist zum einen relevant, weil man sich immer wieder im Alltag verliert, wo es nun mal Bäckereien oder Latte Macchiato gibt – zum anderen, weil immer neue Ernährungstrends dazu führen, dass man den Fokus verliert.
Hier darf die Frage anknüpfen, was eigentlich die richtige Ernährung eines Menschen sein könnte? Wenn man ehrlich ist: Darüber könnte man Monate, ja Jahre philosophieren, was ja auch sogar gemacht wird. Genau aus dieser Verwirrtheit heraus entstehen ja ständig neue Ideen und neue Ernährungsformen. Immer wieder neuer Stoff für Frauenzeitschriften.
Bei Gorillas ist die Frage ganz klar zu beantworten. Da streitet man sich nicht über Kohlenhydrate und Fette, im Gegenteil: Die fressen hauptsächlich Bambus, Früchte und Blattpflanzen und die darauf sitzenden kleinen Insekten. Erwachsene Gorillas essen davon bis zu 30 kg am Tag. Punkt. Wie bei Menschen auch: Kaum nimmt man diese Tiere aus ihrem natürlichen Lebensraum und packt sie in Zoos, werden sie krank – genau wie wir.
Dazu gibt es eine amüsante Story, die wir auch jedes Jahr aufs Neue zur Motivation erzählen:
So ist im Jahr 2005 im Cleveland Zoo der 21-jährige Gorilla Brooks an Herzversagen gestorben. Daraufhin wollte ein Forscherteam herausfinden, wie der Lebensstil (!!) dieser Tiere ihre Gesundheit beeinflusst.
Das Experiment war super simpel: Das vitamin-, zucker- und stärkereiche Futter wurde durch das ersetzt, was die Tiere wohl in der Wildbahn essen würden – natürlich nicht kopiert, sondern nur emuliert. Also Römersalat, Löwenzahn, Endivien, Alfalfa, grüne Bohnen, Leinsamen und sogar Äste, die man von Rinde und Blättern befreite – on top gab es noch Multivitamin-Tabletten in eine Banane gedrückt.
Der wichtige Hinweis in der Ausführung: Diese Umstellung hat das Verhalten der Tiere geändert. Gorillas aßen von nun an doppelt so lange am Tag, fast die Hälfte des Tages verbrachten sie mit Fressen – wie in der Wildbahn. Hinzu kommt, dass sich die Kalorienzahl verdoppelte. Zeitgleich verloren die Tiere circa 30 Kilogramm Gewicht.
Könnte das bei uns Menschen auch so simpel sein? Wir sprechen hierbei nicht per se von Gewichtsverlust, sondern von Vitalität, von einem schlagkräftigen Immunsystem, Antrieb, Libido, Lebensmut – und von einem Körper, der funktioniert und nicht ständig streikt. Und am Ende (unserer Tage) sollte der Körper dann auch weitestgehend krankheitsfrei – sprich ohne Diabetes, Herzkreislauferkrankungen usw. – bleiben.
Die erste gute Nachricht:
Menschen, die noch «natürlich» leben, kennen unsere Krankheiten nicht.
Wohlstandserkrankungen gibt es aus gutem Grund. Und: Menschen, die ihr Essen noch selbst zusammensuchen müssen, müssen ja morgens aus dem Bett kommen. Ohne Kaffee. Was die richtige Ernährung ist, kann man ja glücklicherweise noch erfragen.
Nicht etwa bei Wissenschaftlern, die sowieso immer dazu oder umdichten, sondern bei echten Menschen, die wohl «die ältesten Menschengene» haben. Die also genetisch ganz nah an unseren Vorfahren sind. In die Kamera lächelnd verrät uns so ein Hadza-Mann («Asking Hunter-Gatherers Life's Toughest Questions»):
Fleisch und Honig.
Dahinter machen wir ja meistens eher keinen Punkt. Natürlich heißt «Fleisch und Honig», auch Fisch, Organe, alles was man sammeln und jagen kann, kleine Beute, grosse Beute, Beeren und Wurzelgemüse. Aufgefallen was da nicht steht?
Weizen (Getreide) und Milchprodukte.
Und genau das könnte für dich, für uns die einfachste Ernährungsformel zu einem (Neu-)Start in ein gesünderes Leben sein.
Denn: Menschen (Homo sapiens) gibt es seit 200'000 bis 300'000 Jahren. Die Gattung Homo, zu der auch der Neanderthaler oder Homo erectus gehört und deren Entstehung mit gesteigertem Konsum von Tierprodukten zusammenfällt, gibt es schätzungsweise seit 2,5- bis 3 Millionen Jahren! Getreide und Milchprodukte stehen bei uns Europäern hingegen erst seit knapp 5000 Jahren auf dem Speiseplan – also in weniger als 1 % unserer kompletten Entwicklungszeit.
Anders ausgedrückt: In 99 % unserer Entwicklungszeit aßen wir bestimmte Dinge nicht, die bei uns heutzutage bis zu 90 % unseres Speiseplans ausmachen. Das muss logischerweise Folgen für unsere Gesundheit haben. Unsere Biologie lässt sich leider nicht austricksen.
Das Schöne ist: Es geht nicht um Diäten, um willentliche Ernährungsumstellung oder um Rätselraten. Wer mal Getreide, zumindest Weizen, und Milchprodukte vom Speiseplan gestrichen hat, wird wissen, wie sich – analog zu den Gorillas – das eigene Verhalten ändert. Ganz automatisch.
Und damit auch die Stoffwechselfunktion und die komplette Gesundheit.
Ein friendly reminder.