
Nährstoffe
4 Dinge übers Multi, die du wissen musst
Ein Multivitamin sollte jeder nehmen. Wir zeigen dir vier wichtige Stoffe, die in das ideale Multi gehören – und warum sie für deine Gesundheit und Langlebigkeit entscheidend sind.

Nährstoffe
Ein Multivitamin sollte jeder nehmen. Wir zeigen dir vier wichtige Stoffe, die in das ideale Multi gehören – und warum sie für deine Gesundheit und Langlebigkeit entscheidend sind.
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Jeder sollte ein Multi nehmen. Hintergrund ist schlicht, dass nichts dagegen spricht. Es ist ein Win-win in jeder Hinsicht. Wir sichern uns durch Mikronährstoffzufuhr in bester Qualität bzw. Bioverfügbarkeit ab – und schliessen damit (mehr oder weniger) aus, dass wir tiefgreifende Funktionsstörungen in unserer Biochemie haben. So einfach, so kompliziert.
Denn dieser Gedankengang kommt bei vielen Menschen in unserer Gesellschaft nicht an. Bestes Beispiel ist Vitamin D, wo lächerlicherweise noch immer darüber diskutiert wird, ob es irgendeine Funktion, irgendeine Auswirkung hat, wenn man seine immer niedrigen Winter-Spiegel einmal auf Normalniveau hebt.
Heute möchten wir einmal vier Punkte über das Multi ansprechen, die du sehr wahrscheinlich noch nicht kanntest, mit denen man seine Kunden als Produktentwickler aber verwöhnen will.
Chrom hat im Körper eine wesentliche Aufgabe: die Insulinwirkung stark zu verstärken – genau genommen verstärkt es die Insulinwirkung, indem es die durch Insulin aktivierte Tyrosinkinase um den Faktor 8 stimuliert. Das ist ein Enzym, das das Insulinsignal innerhalb der Zelle weitergibt. Als Folge braucht man logischerweise weniger Insulin. Die Rolle von Chrom hat man dabei ganz früh anhand von Diabetes-ähnlichen Blutzuckerentgleisungen bei intravenös Ernährten erkannt.
Was weniger Leute wissen: Chrompicolinat ist das besondere Chrom: In Experimenten macht es die Zellmembranen weicher („fluide"), indem es den Cholesteringehalt ebendieser senkt. Das wiederum verbessert auch die Insulinwirkung und vermutlich die Wirkung anderer Hormone auf Zellen.
Noch weniger bekannt dürfte sein, dass Chrompicolinat die einzige (!) Substanz ist, die man Ratten verabreichte, bei der eine dramatische Lebensverlängerung beobachtet wurde – vermutlich weil es eben so positive Wirkungen auf den Insulinhaushalt hat. Die Ergebnisse dieses bahnbrechenden Versuchs aus 1992 von den Wissenschaftlern Evans & Mayer schafften es damals sogar in die LA Times. Aha!
Ist essentieller Bestandteil der Elektronentransportkette im Mitochondrium (Kraftwerke der Zellen). Klingt kompliziert, ist es auch. Fakt ist, ohne Q10 kann die Zelle keine Energie gewinnen. Statin-Nutzer wissen das vielleicht, denn viele bekommen einen massiven Energiemangel in den Beinen (Skelettmuskulatur), da die Statin-Gabe u. a. auch die Q10-Synthese senkt. Das klinische Bild nennt sich dann ganz kompliziert „Statin-assoziierte Myopathie".
Q10 gilt als starkes Antioxidans. In Tierversuchen hemmen schon kleine Mengen Q10 – gegenüber einen langen Zeitraum – die alterstypische Zunahme an Oxidation und DNA-Doppelstrangbruch in Zellen. Q10 hat zudem wunderbare Eigenschaften mit Blick auf die Herzfunktion: Dort senken 30 bis 100 mg Q10 am Tag die Sterblichkeit von Menschen mit Herzinsuffizienz um unglaubliche 30 %! Heisst für uns: Jeder kann davon profitieren.
Menschen, die sich mit tierischen Produkten ernähren, können gut und gerne mal 30 bis 50 mg Q10 am Tag zu sich nehmen und können damit mögliche Syntheseengpässe des Körpers ausgleichen. In ähnlichen Mengen findet sich Q10 in unserem Multi. Im Übrigen nutzen wir die oxidierte Q10-Form. Warum? Sie wirkt mit Blick auf die Blutspiegel zwar nur halb so gut wie die reduzierte Q10-Form – allerdings würde letztere das Multi unbezahlbar machen, weil Q10red. extrem teuer ist! Geldverschwendung.
Kupfer haben wir erst bis an die Schmerzgrenze erhöht. Kupfer macht nämlich Übelkeit bei vielen. Für viele scheint die Schmerzgrenze 0,5 mg Kupfer pro Portion zu sein. Diese Mengen brauchen wir aber mindestens am Tag! Leider glauben immer noch einige Menschen, dass sie an Kupferüberschuss leiden. Da fragt man sich schon ein bisschen: Wo soll das viele Kupfer herkommen? Die westliche Nahrung ist arm an Kupfer, die meisten von uns haben keine Kupferleitungen im Haus, essen nicht aus Kupfertöpfen, essen keine 100 g Nüsse oder Bohnen am Tag und auch keine Leber mehr. Als Folge wird's schwer mit der Versorgung.
Der bekannteste Kupfer-Forscher heisst Dr. Klevay – der hat Jahrzehnte lang am Kupfer geforscht und empfiehlt so 2 bis 3 mg pro Tag. Vielleicht zu viel. Aber: Er hat an seinen Ratten zwei wesentliche Dinge bewiesen: Erstens, Kupfermangel erzeugt genau jene Herzkreislauferkrankungen, die wir im Land haben. Auf Knopfdruck. Zweitens, Kupfermangel schwächt das Bindegewebe so sehr, dass viele Tiere Aneurysmen bekommen. Wir finden: Essentiellstes, vielleicht lebensrettendes Wissen.
Gar nicht bekannt ist, dass Kupfer die Bildung von Peptidhormonen (im Nervensystem) reguliert, insbesondere schmerzstillende, körpereigene Opioide. Wer also nicht zur Ruhe kommt, wer den inneren Schalldämpfer verloren hat, wer zwei Liter Kaffee am Tag braucht, um psychisch auf der Höhe zu sein, dem fehlt vielleicht einfach Kupfer.
PQQ wurde erst vor 20 Jahren näher beschrieben, in einer aufsehenerregenden Arbeit im renommierten Fachmagazin Nature – damals wurde postuliert, es könnte sich dabei um ein neues Vitamin B handeln. Unglaublich spannend, nicht wahr? Bis heute steht diese Vermutung im Raum, denn einige Enzyme nutzen PQQ als Kofaktor, zum Beispiel die Dopaminhydroxylase – heisst für uns: Es wird sicher ein Vitamin sein, auch wenn es (noch) nicht so klassifiziert ist.
PQQ hat in Tierexperimenten weitreichende Effekte auf den Stoffwechsel, angefangen bei der Fortpflanzung bis hin zur Immunität. Mit Blick auf PQQ-Mangel liest man von „schlechtem Wachstum, Unfruchtbarkeit und Körperdeformierung". Ausserdem „hatten die schwer betroffenen Mäuse brüchige Haut". Klingt so, als ob man mit PQQ-Mangel die Alterung nachahmen kann.
Umgekehrt zeigen Studien, dass PQQ eine sehr starke Wirkung auf die Mitochondrien hat und damit Muskel und Hirn (Kognition) fit macht. Man schätzt, dass der Bedarf an PQQ im Bereich von Folat/Folsäure liegt, sprich etwa 200 bis 1000 mcg – genau in diesen Mengen findet man es bei uns im Multi.
Grosses Aber: PQQ ist ein sehr sehr starkes Antioxidans. Als „Redox-Molekül" – also ein Stoff, der konstant Elektronen abgeben und aufnehmen kann – ist PQQ unkaputtbar und ist dramatisch viel besser darin, als viele andere Stoffe, darunter Vitamin C. Mit solchen Stoffen sollte man in gesundem Masse umgehen, drum findet man bei uns nach reiflicher Überlegung und Testung 250 mcg pro Kapsel von diesem Powerstoff.
Du siehst: Im Multi steckt viel Hirnschmalz und wir werden auch in Zukunft konstant an einer Weiterentwicklung arbeiten, wenn wir das Gefühl haben, wir könnten weiter optimieren.
Auch muss klar werden: Produkte zusammenzustellen, zu entwickeln, ist im Prinzip eine Kunst und die Produkte an sich sind Kunstwerke. So sehen wir das jedenfalls. Wie bei „richtigen" Kunstwerken: Man muss nicht wissen, was sich der Maler gedacht hat oder warum er diesen Strich so und den anderen so gesetzt hat – Fakt ist, er hat alles richtig gemacht, wenn es auf den Kunden wirkt. Heute wollten wir jedoch einmal kurz erklären, warum wir selbst so begeistert von diesen einzelnen Stoffen sind.