Der eine oder der andere wird es schon mitbekommen haben:
Das neue Multi ist da.
Wir bieten es in zwei Varianten an: mit und ohne Iod. Hintergrund ist, dass manche Menschen z. B. aufgrund einer Schilddrüsenerkrankung vorsorglich auf Iod verzichten möchten. Diesem Produktwunsch wollen wir hiermit entsprechen.
Doch nun zu den Gründen, warum wir unsere Multi-V3 zur V4-Version geupdatet haben. Auch auf der Produktseite findet sich der Hinweis, dass wir das Multi nach persönlichen und wissenschaftlichen Erkenntnissen und Erfahrungen stetig weiterentwickeln.
Wir tasten uns also über die Jahre an eine «optimale Version» des Multis für möglichst viele Personengruppen und Kontexte heran. Die Nährstoffkombination im Produkt soll so gewählt sein, dass man auch dann profitiert, wenn man es nicht täglich nimmt, aber zeitgleich auch keine Gefahr zur Überdosierung besteht, wenn man täglich z. B. zwei Kapseln nimmt. Das aktuelle Produktupdate sieht folgende Veränderungen vor:
- Verdoppelung der B12-Menge auf 12 μg (480 % NRV)
Hintergrund: Die EFSA kommt zum Schluss, dass selbst Hochdosen-Gaben von B12 im Bereich von 1–5 mg keinerlei toxische Symptome generiert, weshalb es seit Jahrzehnten kein Tolerable Upper Intake Level (UL) für dieses Vitamin gibt.
Auf der anderen Seite: Was ist die natürliche Referenz? Wir wissen, dass Jäger und Sammler die Leber als Nahrungsmittel ehren und sie oft sogar roh verspeisen. Dort finden sich 40–70 μg (>1'600 % NRV) Vitamin B12 pro 100 g. Etwa 80–100 g Leber pro Woche gelten als Referenz. Wir wissen auch, dass die B12-Aufnahme mit zunehmendem Alter deutlich sinkt.
Etwas höhere B12-Mengen erscheinen uns daher etwas realistischer mit Blick auf eine optimale Versorgung. Daher haben wir die Werte erhöht.
- Verdoppelung des Molybdäns (auf 100 % NRV)
Molybdän gilt als sehr sicheres Spurenelement – so wurden toxische Wirkungen erst bei einer Zufuhr beobachtet, die ca. 100-fach über der täglich sicheren Höchstmenge liegt.
Auf der anderen Seite ist Molybdän ein wichtiger Kofaktor einiger Enzyme, so z. B. der bekannten Aldehydoxidase. Dieses Enzym spielt eine Schlüsselrolle bei der Entgiftung von Medikamenten, Toxinen und Chemikalien wie Xenobiotika («Phase-I-Reaktion»). Aufgrund der breiten Substratspezifität des Enzyms trägt es wesentlich zur Entgiftung diverser Verbindungen bei.
Bisher haben wir Molybdän vergleichsweise passiv dosiert – wir schließen gegenüber anderen Präparaten etwas auf und erhöhen die Dosis im sicheren Rahmen.
- Erhöhung des Zinkgehalts auf 6,5 mg (vorher: 6 mg)
Zink ist nach Eisen das zweithäufigste Spurenelement im Körper. In der Nahrung finden sich eine Vielzahl an Hemmstoffen, allen voran die Phytinsäure in vielen pflanzlichen Nahrungsmitteln, weshalb Fachgesellschaften ihre Zinkempfehlungen auf Basis des Phytinsäuregehalts der Nahrung kalkulieren.
Wir wollen hier die Empfehlungen der einschlägigen Risikobewertung ausschöpfen und die maximal mögliche Zinkmenge im Multi anbieten.
- Mehr Chrompicolinat: 50 μg (125 % NRV) statt 20 μg (50 % NRV).
Chrompicolinat ist ein edubily-Darling. Warum, haben wir unter anderem auf [Quelle nicht mehr verfügbar] (Einzelpräparat) dargelegt – kurzum: es hat weitreichenden Einfluss vor allem auf den Kohlenhydratstoffwechsel des Körpers.
Während die meisten Studien mit Dosen um 200 μg im therapeutischen Bereich arbeiten, wollen wir eine Grundversorgung des wertvollen Spurenelements sicherstellen.
Eine etwas höhere Dosierung erscheint uns plausibel, vor dem Hintergrund, dass Chrom kein Spurenelement ist, das besonders ubiquitär in Nahrungsmitteln vorkommt. Selbst konservative Schätzungen gehen davon aus, dass für gesunde Erwachsene bis zu 100 μg pro Tag nötig sein könnten, um gut versorgt zu sein. Hier leisten wir unseren Beitrag.
- Mehr Selen: 45 μg (82 % NRV) statt 25 μg (45 % NRV)
Seit Jahren gibt es den wissenschaftlichen Konsens, dass wir Europäer mit Blick auf die Selenspiegel weit unter jenen Spiegeln liegen, die für eine maximale Aktivität der Selenoproteine des Körpers nötig wären. Kurzum: Wir sind nicht gut mit Selen versorgt.
Ausführlicher aufgearbeitet hatten wir dies [Quelle nicht mehr verfügbar] (bitte lesen). Regelmäßige Blogleser wissen, dass uns schätzungsweise min. rund 50 μg Selen pro Tag fehlen, um die Lücke zu schließen, sodass wir in verträgliche Selenspiegel-Bereiche vordringen. Hier wollen wir einen verbesserten Beitrag dafür leisten.
- Neue Selenform: Statt Selenhefe nutzen wir nun mehr Selenomethionin
Ursprünglich war schon früher angedacht, mehr Selen anzubieten. Bisher galt jedoch nur Selenhefe als verkehrsfähig. Die hat für viele aber einen «muffigen Geruch», weshalb wir vergleichsweise sparsam damit umgegangen sind.
Der größte Teil Selenanteil der Selenhefe liegt als Selenomethionin vor. Nun nutzen wir Selenomethionin – jedoch ohne die Hefe. Die chemische Form ändert sich nicht. Wir erhoffen uns jedoch, dass Selenomethionin auch in der jetzt eingesetzten höheren Dosis nicht mehr so auffällig riecht.
Bor wird seit Jahren vermehrt erforscht und es steht immer wieder die Frage im Raum, ob Bor ein essentielles Spurenelement ist. In jedem Fall gibt es spannende Forschungen um Bor: Es spielt eine Rolle bei der Erhaltung der Knochen, es verbessert die Wundheilung, es reguliert auf günstige Weise Hormone (z. B. Testosteron und Vitamin D), es dämpft Entzündungen – und einiges mehr (vgl. [Quelle nicht mehr verfügbar])
Die typische Zufuhr beläuft sich auf 1–3 mg pro Tag. Mittlerweile ist Bor auch in Nahrungsergänzungsmitteln zugelassen. Grund genug, es zu nutzen. Die beigesetzten 500 μg werden einen wertvollen, zusätzlichen Beitrag zur Versorgung leisten.
- Wir reduzieren den PQQ-Gehalt weiter auf 150 μg
Zur Erinnerung: Wir waren das erste Unternehmen, das PQQ in physiologisch nennenswerten Dosen in ein Multivitamin-Präparat gepackt haben. Aus guten Gründen – [Quelle nicht mehr verfügbar].
Es gilt jedoch auch: «Das Multi» soll in verschiedenen Kontexten funktionieren, beispielsweise auch dann, wenn ein Leistungssportler für sich entscheidet, zwei Kapseln am Tag einzunehmen. PQQ ist ein sehr starkes Antioxidans und sollte mengenmäßig etwa wie Folsäure (100–400 μg) zugeführt werden. Daher haben wir uns dazu entschlossen, die Dosierung noch etwas abzusenken, sodass PQQ in keinem Kontext ungünstige Wirkungen entfalten kann.