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Kaffee kaschiert Kupfer-Mangel & Das neue Multi
Kaffee kann einen Kupfermangel vorübergehend maskieren – doch langfristig solltest du auf eine optimale Nährstoffversorgung achten.

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Kaffee kann einen Kupfermangel vorübergehend maskieren – doch langfristig solltest du auf eine optimale Nährstoffversorgung achten.
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Es gibt Menschen, die brauchen die täglichen Tassen Kaffee, um überhaupt normal zu funktionieren. Schon mal aufgefallen? Die Wahrheit: Wer morgens «nur mit Kaffee funktioniert», hat ein Problem. Wer überhaupt nur mit Kaffee funktioniert, hat ein Problem. Dann sollte man sich mal fragen, ob da vielleicht was anderes nicht stimmt.
Denn (Kaffee-)Sucht ist das eine. Das physiologische Bedürfnis das andere. Denken wir dazu mal an Dr. Klevay. Das war (oder ist?) DER Kupfer-Forscher auf dieser Welt. Der hat schon vor 50 Jahren gezeigt, dass man den Cholesterin-Spiegel bei Ratten massiv ansteigen lassen kann, indem man den armen Tieren das Kupfer entzieht. Und daher regt er sich auf. Er regt sich auf, dass mit Blick auf Herzkreislauferkrankungen so intensiv auf die Rollen von Cholesterin, von Fetten, sogar von Zucker geschaut wird – aber nicht auf Mikronährstoffunterversorgungen, wie z. B. ein Kupfermangel. Man liest [Quelle nicht mehr verfügbar]:
«Klevay hat vor kurzem eine Arbeit veröffentlicht, die die anatomischen, chemischen und physiologischen Ähnlichkeiten zwischen Tieren mit Kupfermangel und Menschen mit Herzerkrankungen zeigt. Cholesterin- und Glukoseintoleranz sind als Prädiktoren für Herzkrankheiten bekannt (und er hat in einer Arbeit von 1984 gezeigt, dass Menschen mit Kupfermangel mit erhöhtem Cholesterin und in einer Arbeit von 1986 mit erhöhtem Glukosegehalt auf einen Mangel reagieren).»
Er hat also nicht nur gezeigt, dass Kupfermangel den Blutzucker und das Cholesterin erhöht, sondern auch eindrücklich bewiesen, dass ein Kupfermangel zu komplexen kardiovaskulären Erscheinungen führt, die unseren Herzkreislauferkrankungen sehr ähnlich sind.
Doch warum schreiben wir das? Einfach: Klevay meint, dass eine suboptimale Kupferversorgung eine Volksseuche in den westlichen Ländern sei, auch in der Schweiz, wo man generell eher kupferarm isst. Er glaubt, die meisten Menschen bräuchten deutlich mehr Kupfer in der Nahrung. Und so kommen wir zum Thema. Denn ein Kupfermangel lässt sich sehr gut mit Kaffee «kompensieren». Natürlich nicht wirklich, aber so vom Gefühl her. Wir zeigen dir das mal anhand von vier Punkten.
Okay, okay. Jetzt haben wir deine Aufmerksamkeit. Das ist natürlich ein bisschen reisserisch. Aber: Wir alle haben bestimmte Peptide im Blut zirkulieren, die beispielsweise beruhigend und schmerzstillend wirken. Gerade jetzt. Weil sich das so gut anfühlt, spritzen sich Menschen Heroin und so. Gleicher Effekt nur vielfach stärker. Was fast niemand weiss: Kupfer ist das entscheidende Nadelöhr bei der Bildung dieser Stoffe, da es Teil eines Enzyms ist, das diese «Drogen»-Peptide bildet. Und was sowieso niemand weiss, aber jeder fühlt: [Quelle nicht mehr verfügbar]. Heisst: Fehlt dem Körper Kupfer, werden weniger solcher Drogen-Peptide gebildet. Kaffee scheint das stellenweise zu kompensieren. Aha.
Doch, doch. Ist so. Kaffee lässt Noradrenalin ansteigen. Das ist ein «gutes» Stresshormon, ein sog. Katecholamin. Es lässt uns fliegen. Im zweiten Weltkrieg hat man das und einige andere dieser Stoffe mit Hilfe von Pervitin (Methamphetamin) und Co. ansteigen lassen. Dann konnten die Soldaten auch wörtlich stundenlang durch die Luft fliegen. Nikotin und Koffein sind auch deshalb unsere «Lieblingsdrogen», weil sie uns auf diese Weise «Energie» vorgaukeln bzw. ja tatsächlich machen. Was wieder mal keiner weiss: Kupfer ist Teil des Enzyms, das für die Noradrenalin-Bildung zuständig ist. Wenig Kupfer im Körper = wenig Noradrenalin im Körper = weniger «Energie». Auch hier wieder: Kaffee kompensiert.
Ja. Eisen ist das wertvollste, aber zugleich giftigste Element im Körper. Ohne Eisen gibt's kein Leben. Und Eisen schenkt uns wörtlich Leben, indem es Teil einer riesigen Fülle an unfassbar wichtigen Enzymen ist. Aber: Es ist fast unmöglich, zu wenig Eisen über die Nahrung zu sich zu nehmen. Okay, es sei denn, man ist Veganer/in, da ist es fast die Norm. Für den Rest wird's schnell giftig. So, dass es keiner merkt natürlich. Höchstens daran, dass man immer ein bisschen «rostet» (Eisen lässt freie Radikale entstehen), ein bisschen weniger Energie hat (Eisen hemmt die Mitochondrienfunktion) und Insulin nicht gut wirkt (Eisen macht Insulinresistenz). Hier der Punkt: Kupfer schützt vor all diesen Effekten, weil Kupfer als Teil diverser «Ferroxidasen» Eisen mobil hält und es «entschärft». Kaffee bzw. Koffein macht das auch. [Quelle nicht mehr verfügbar], was Eisen wegsperrt. Kaffee kompensiert auch hier.
Die im Kaffee enthaltenen Stoffe kurbeln die Mitochondrienfunktion an. Das können quasi alle Pflanzenstoffe. Hinzu kommt, dass der Kaffee die Fettsäuren- und Zuckerkonzentration im Blut erhöht und die Zelle dadurch mehr Substrate zum Verbrennen bekommt. All das verbessert zunächst die Bioenergetik der Zelle. Über die dauerhaften Effekte wollen wir grade nicht sprechen. Mehr noch: Kaffee hemmt als Adenosinrezeptor-Antagonist direkt die Wirkung von «Müdigkeit». So macht Kaffee «Energie». Kupfer auf der anderen Seite ist Teil der Atmungskette der Mitochondrien. Wenn die Zelle zu wenig Kupfer hat, sinkt der Energiegehalt. Dadurch macht Kupfermangel auch extremen Energiemangel. Sekundär auch dadurch, dass es zur Eisenüberladung kommt (siehe Punkt 3). Kaffee kompensiert das.
Der Körper ist klug. Der macht eben. Wenn du ihm kein Kupfer gibst und ihn stattdessen an Kaffee gewöhnst, dann wird er versuchen, die Probleme mit den Effekten vom Kaffee in den Griff zu bekommen. Besser als nix (= kein Kupfer). Aber weit weg von Optimal. Man sollte daher immer mal ein Auge draufhaben, ob der eigene Kaffeegenuss irgendwie … eine nette Stimulation ist oder dahinter ein auch relevanter physiologischer Faktor, sprich beispielsweise ein Mikronährstoffmangel steckt.